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"Frau Pieper lebt gefährlich"

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Aus der Geschichte der SKG

Am 11.November 1860 gründeten 35 sangesfreudige Männer den Gesangverein "Eintracht". Nach den Aufzeichnungen des Vereins wurden die Singstunden im Schulsaal von den damaligen Lehrern abgehalten. Erster Dirigent war Herr Lehrer Sauer.

Im Jahre 1864 wurde eine Fahne eingeweiht, die heute noch zum Vereinsinventar zählt. Der Gesangverein "Eintracht" bestand in seiner ursprünglichen Form bis zum Jahre 1933.

Im Jahre 1884 wurde ein zweiter Gesangverein gegründet, der sich den Namen "Frohsinn" gab. Dessen Fahnenweihe war 1889. Auch hier ist die Fahne noch erhalten. Dieser Verein bestand bis 1920.

Ebenfalls im Jahre 1920 gründete sich die "Freie Turngemeinde" mit einer Gesangsabteilung für Gemischten Chor sowie einer Laienspiel-Abteilung. (Während die Gesangsvereine reine kulturelle Absichten hegten, wollte sich die "Freie Turngemeinde" auch politisch engagieren) Im Zuge der damaligen Zeit trat der Gesangsverein "Frohsinn" in die "Freie Turngemeinde" über.

Doch bald gründete sich der Gesangsverein "Frohsinn" in seiner alten Form wieder und schon 1926 wurde ein großes Fest veranstaltet, verbunden mit der Einweihung einer neuen Vereinsfahne, die ebenfalls noch vorhanden ist. Bei der Machtübernahme durch Hitler im Jahre 1933 wurden damals der Gesangverein "Eintracht" und Gesangverein "Frohsinn" unter dem Namen "Männerchor 1860" gleichgeschaltet. Die "Freie Turngemeinde" wurde verboten.

1935 schloss sich diesem Männerchor ein Gemischter Chor an. Doch schon bald, 1939, machte der Krieg dem frohen Sängerleben ein Ende. Nach Kriegsende musste wieder neu begonnen werden. Da nach Besatzungsrecht nur ein Verein pro Ort erlaubt war, wurde 1945 die Sport- und Kulturgemeinschaft (SKG) von den noch verbliebenen Sängerinnen und Sängern, der Laienspielgruppe, dem Turnverein 1894 Okarben (dieser hat nichts mit der "Freien Turngemeinde" zu tun) und dem Fußballverein 1911 Okarben neu gegründet. Zu der verbliebenen Gesangsabteilung und der Laienspielgruppe kam 1948 die Karnevalsabteilung dazu. 1949 spalteten sich der Turnverein sowie der Fußballverein wieder von der SKG ab, weil beide wieder an ihre Vorkriegstraditionen anknüpfen wollten.

Leider mußte 1995, wegen zu geringer Sängerschar, die Gesangsabteilung aufgegeben werden. Seitdem sind noch die Abteilungen Karneval und Theater kulturell aktiv.